München ist nicht die teuerste Großstadt Deutschlands, sondern auch die mit den niedrigsten Arbeitslosenzahlen. Das hängt natürlich auch mit der starken Wirtschaft, die München beheimatet, zusammen. Unzählige erfolgreiche Unternehmen sind in der Landeshauptstadt ansässig und sorgen durch die Pflege des produktiven Kerns dafür, dass der Wohlstand in München erhalten bleibt.

Siemens

Joe Kaeser steht mit Siemens als größtem Industriekonzern der Stadt, mit 370.000 Mitarbeitern weltweit, und dem größten Börsenwert von 83 Milliarden Euro, an der Spitze. Der Technologiekonzern besitzt allein in München über 30 verschiedene Standorte. Aufgeteilt ist das Weltunternehmen in seine vier Geschäftsbereiche, wie Energie, Medizintechnik, Industrie sowie Infrastruktur und Städte. Seit seiner Gründung im Jahre 1847, als ehemalige Anstalt für Telegraphen-Bau, ist die Firma Siemens heute, in 190 Ländern der Welt vertreten. Als durch den zweiten Weltkrieg die Werke in der Sowjetischen Besatzungszone und im Ausland verloren gegangen waren, wurde Bayern als neuer Hauptstandort des Unternehmens benannt. Der bisherige Stammsitz Berlin kam auf Grund der unsicheren politischen Entwicklung und bedingt durch seine geographische Unwirtschaftlichkeit, nicht weiter in Betracht. Nach dem Krieg wurde Siemens neu ausgerichtet. Als schnell wachsendes Geschäftsfeld erwies sich die Energie und Kraftwerksparte. Das Kernfeld Telekommunikation wurde durch den Wiederaufbau Deutschlands zum führenden Anbieter weltweit. Der immense technologische Strukturwandel zwang Siemens, einen Großteil seiner Kernbereiche aufzugeben.

Krauss-Maffei-Wegmann

Marktführer im Produktbereich Rüstungsunternehmen ist die 1882 in Kassel gegründete Firma KMW. Seinen Ursprung findet der Konzern in der 1838 entstandenen Münchner Lokomotivfabrik von Joseph Anton von Maffei. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte das Unternehmen erste militärische Produkte. Heute steht die KMW, als Synonym für weltweit führende Technologien, rund um geschützte Rad- und Kettenfahrzeuge. Über 30 Länder zählen zum festen Kundenstamm und setzen auf die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit dieser einzigartigen Systeme. Das Sortiment reicht von Kampfpanzern über Flugabwehrsysteme in der Artillerie, über umfangreichen Schutz der Fahrer und LKW Kabinen, bis hin zu Schnellfeuerwaffen. Jahrzehntelange Erfahrung und kontinuierliche Forschung und Entwicklung sorgen dafür, dass der Name Krauss-Maffei-Wegmann Qualität und Sicherheit garantiert. Doch KMW muss sich auch mit Kritik auseinandersetzen. Denn auch bei KMW weiß man, dass die goldenen Zeiten, in denen sich Ost und West nicht mehr um die Kosten für ein Wettrüsten scheren müssen, zu Ende sind. Die Streitkräfte in Europa werden kleiner. Der Markt für Kampfpanzer in der EU und in der NATO also auch. Zumindest bleibt das zu hoffen.

Die Bayrischen Motoren Werke AG

Die Bayrischen Motoren Werke AG themunichtimes

Seit 1922 werden bei BMW, Fahrzeuge und Motoren produziert. Mit 80,4 Milliarden Umsatz und rund 116.000 Beschäftigten gehört die BMW Group zu den größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands. Schon seit den 60er Jahren steht der Name BMW für komfortable Ausstattung, gepaart mit sportlichem Anspruch, gerade auch für die gehobene Gehaltsklasse der Autokäufer. BMW steht jedoch nicht nur für den Verkauf von Luxussportwagen, sondern investiert auch sehr erfolgreich im Bereich der Forschung.

Im Unfallzentrum in Nordamerika arbeiten Ingenieure von BMW mit Trauma-Experten, aus dem medizinischen Bereich zusammen. Diese Teams erstellen biomechanische Unfallanalysen, mit denen die Ursachen von Verletzungen aus Zusammenstößen besser festgestellt werden können. Schon jetzt arbeiten 20.000 bis 34.000 in München beschäftige BMW-Mitarbeiter im Forschungs-und Entwicklungszentrum des Konzerns. Dazu kommen Zulieferunternehmen mit etwa 10.000 weiteren Beschäftigten. Der Plan ist es, bis zum Jahre 2050 rund um das Forschungs- und Innovationszentrum (MIZ) in Milbertshofen bis zu 15.000 neue Arbeitsplätze entstehen zu lassen.