Der Name der Stadt und die Gründung

Übersetzt, bedeutet der Name München, Siedlung der Mönche. Das ist auf die Gründung des ersten Klosters vor 800 Jahren zurückzuführen. Die Klöster und die damit verbundene traditionelle Bierbraukunst sind feststehende Bestandteile der Münchner Geschichte und weltweit bekannt. Herzog Wilhelm IV. hatte 1516 festgeschrieben, dass für die Brauerei lediglich die Zutaten Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen. Hieraus resultiert, das in München immer noch herrschende Reinheitsgebot.

Einen Großteil seiner Gründungsgeschichte verdankt München dem wilden Fluss, der Isar. Auf ihrer reißenden Fahrt hin zur Donau ließ sie Unmengen von Gestein und Kies zurück. Dadurch entstanden zwei Inseln, die Museumsinsel und die Praterinsel, an deren Ufer sich immer mehr Menschen ansiedelten. Auf diese Weise entwickelten sich im frühen Mittelalter am sicheren Isarhochufer die Siedlungen, Sendling, Schwabing und Giesing. Die Namensgebung der heutigen Stadtbezirke, geht zurück auf deren Gründer, dem Kurfürsten Sentilo, dem Schwaben Swapo und dem Germanen Kyeso.

Machtkämpfe im Mittelalter

Muenchen und seine Geschichte themunichtimes

Die Gründung Münchens ist das Resultat eines Machtkampfes zwischen Heinrich dem Löwen und dem Bischoff von Freising Mitte des Jahres 1150. Kernpunkt der Auseinandersetzung war der lukrative Salzgewinn aus Reichenhall und dessen lukrativer Handelsweg über die Isarbrücke. Im sogenannten „Augsburger Schied“ lies Heinrich diese Brücke kurzerhand abbrennen und an der Stelle der heutigen Ludwigsbrücke neu errichten. Nachdem der römisch-deutsche Kaiser Barbarossa die neuen Besitzverhältnisse und damit die Gründung Münchens bestätigte, fungierte die Stadt ein Jahrhundert lang als Sitz der Wittelsbacher Dynastie, die bis zum Ende des ersten Weltkriegens, das Herzogtum, das Kurfürstentum und das gesamte Königreich Bayern regierte.