Muenchens Architektur themunichtimes bmw gebaude

Dem Klischee des Kulissen-Glamour des 19. Jahrhunderts wird der mittlerweile sehr modern gewordenen bayrischen Hauptstadt, nicht mehr gerecht. Nicht grundlos kürt der Fassadenpreis seit 40 Jahren die schönsten Fassaden Münchens. Im Westen der Stadt erstrahlt seit 2011 die gelb schillernde ADAC Zentrale, als neues Highlight der Münchner Stadtsilhouette. Der Aufstieg zur Hightech Metropole und erweiterte städtebauliche Möglichkeiten halten die Bautätigkeit der Stadt durchaus spannend. Ein „Campus der Ideen“ entsteht auf dem, unter anderem frei gewordenen, fast 100.000 Quadratmater großen Gelände des ehemaligen Flughafens, München Riem. In beeindruckender Form kann man die gelungene Verbindung von alt und neu durch die Akademie der bildenden Künste in der Akademiestraße betrachten. Großflächige Glasflächen mit verschachtelten Rohren geben dem Gebäude eine außergewöhnliche Gestalt. Selbst vor der Neugestaltung von U-Bahnhöfen haben die Architekten nicht Halt gemacht. Wände in Neonfarben oder in Szene gesetzte Lichtinstallationen verbreiten für die wartenden Fahrgäste eine neue Atmosphäre. Besonders mutig und damit revolutionär war die Architektengruppe bei der Neugestaltung der Fachhochschule. Auffällig ist hierbei der rote Betonwürfel auf Stahlbetonstützen, in dem ein Hörsaal untergebracht ist.

Gärten und Parks in München

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Als größter innerstädtischer Park weltweit führt der englische Garten die Liste der Münchner Grünanlagen an. Seinen Namen erhielt der Park, weil die Grünanlagen im Stile der englischen Landschaftsparks angelegt wurden. Unabhängig von Jahreszeiten, der englische Garten ist Münchner Lebensart pur. Als Mekka für Freizeitsportler kommen selbst bei eisiger Kälte unzählige Besucher dorthin, um entweder zu joggen, Langlauf zu praktizieren, bei einem Spaziergang die vielen Sehenswürdigkeiten zu erkunden oder um sich einfach im Biergarten, am Seehaus am Kleinhesseloher See, nieder zu lassen. Das Wahrzeichen des Englischen Gartens ist der 25 Meter hohe chinesische Turm. Direkt angeschlossen und mit fast 7000 Sitzplätzen, findet man in einem der größten Biergärten der Stadt, eigentlich immer einen freien Platz. Direkt hinter dem chinesischen befindet sich das klassizistische Rumfordschlössel, welches heute vorwiegend als Kultur- und Naturtreff für Jugendliche genutzt wird. Einen wunderschönen Panoramablick über München erhält man von dem tempelartigen Rundbau Monopteros, welcher 1836 mit samt dem Hügel in die südliche Parklandschaft eingefügt worden ist.

Der Hofgarten

Eine wahre Entspannungsoase finden Parkliebhaber direkt hinter dem Odeonsplatz im Zentrum Münchens. Entstanden ist diese Grünanlage, die man durch das majestätische Hoftor betritt, Anfang des 17 Jahrhunderts unter Herzog Maximilian I. Der runde Pavillon, der sogenannte Dianatempel, wurde 1615 von Heinrich Schön, dem Älteren, angelegt. Von den acht Bögen des Pavillons gehen die Kreuzwege aus. Er selbst ist umgeben von Kieswegen, Brunnen und zahlreichen Blumenbeeten, dient Cellisten, Oboisten und Klarinettisten oft als kleine Bühne, auf der sie die Besucher musikalisch unterhalten. Auch Tänzer geben dort gerne Salsa, Swing oder Tango zum Besten.

Die Kieswege bieten sich für Freunde des Boule-Spiels gerade zu an. Und so werden dort regelmäßig kleine Turniere ausgetragen. Beliebt sind auch die schattigen Sitzplätz des bekannten Café Tambosi am Odeonsplaz, die in den Hofgarten hineinragen. Hier lassen sich Espresso oder Aperitif in besonderer Atmosphäre genießen.